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Bezahlbare Pflege, passende Hilfe: Was die Pflegekommission klären soll

Wer Pflege organisiert, braucht Unterstützung, die im Alltag funktioniert – und muss wissen, welche Kosten auf ihn zukommen. Genau hier soll die geplante Pflegereform ansetzen. Seit dem 27. Oktober 2026 erarbeitet die Pflegestrukturkommission dafür Vorschläge. Es geht um die Finanzierung der Pflege, aber auch um die Frage, wie Pflegebedürftige und Angehörige künftig besser unterstützt werden können.

Das Wichtigste für Sie:

Mit dem Start der Kommission ändern sich noch keine Pflegeleistungen oder Ansprüche. Das Gremium erarbeitet zunächst Empfehlungen. Welche davon umgesetzt werden, entscheidet anschließend die Politik im Gesetzgebungsverfahren.

Was soll sich durch die Reform verbessern?

Ein Pflegedienst, der regelmäßig unterstützt, eine Tagespflege oder eine verlässliche Vertretung: Welche Hilfe gebraucht wird, hängt von der persönlichen Situation ab. Die Bundesregierung will Leistungen künftig stärker an diesem Bedarf ausrichten und zugleich die Finanzierung der Pflegeversicherung langfristig sichern. Die Kommission soll dafür grundlegende Veränderungen vorbereiten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem diese Fragen:

  • Pflege zu Hause stärken: Welche Unterstützung brauchen Angehörige, damit sich Pflege, Beruf und das eigene Leben besser miteinander vereinbaren lassen?
  • Finanzielle Belastungen prüfen: Wie lassen sich Eigenanteile begrenzen und Lasten zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung gerechter verteilen?
  • Leistungen passender gestalten: Wie erreicht die Unterstützung die Menschen, die sie benötigen – zu Hause ebenso wie im Pflegeheim?
  • Selbstständigkeit länger erhalten: Wie können Vorsorge, medizinische Behandlung, Rehabilitation und Pflege besser zusammenarbeiten?

Ob daraus beispielsweise niedrigere Eigenanteile im Pflegeheim oder andere Leistungen für die häusliche Pflege entstehen, steht noch nicht fest. Die Kommission soll zunächst konkrete Möglichkeiten prüfen.

Wer erarbeitet die Vorschläge – und wer wird gehört?

Der Kommission gehören 13 Fachleute an, unter anderem aus Pflegewissenschaft, Versorgung, Ökonomie und Recht. Den Vorsitz teilen sich Georg Cremer und Gabriele Kuhn-Zuber. Zusätzlich sollen Betroffene, Leistungserbringer und Kommunen angehört werden. So sollen auch Erfahrungen aus dem Pflegealltag in die Beratungen einfließen.

An der Beteiligung gibt es dennoch Kritik: Der Deutsche Pflegerat ist als Organisation nicht im Gremium vertreten. Er fordert, die Pflegeberufe verbindlich einzubeziehen. Sein Anliegen: Eine Reform muss sich daran messen lassen, welche Versorgung Menschen tatsächlich brauchen. Kosten dürften nicht lediglich auf Pflegebedürftige und Angehörige verlagert werden.

Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?

Die Bundesregierung hat einen engen Zeitplan vorgesehen:

  • Bis Ende Januar 2027: Die Kommission soll ihre Empfehlungen vorlegen.
  • Anschließend: Auf dieser Grundlage soll die Politik die Strukturreform ausarbeiten.
  • Zum 1. Juli 2027: Die Reform soll nach dem bisherigen Plan in Kraft treten.

Der Juli-Termin ist ein politisches Ziel. Welche Regelungen tatsächlich kommen und ab wann sie gelten, steht erst nach den entsprechenden gesetzlichen Beschlüssen fest.

Was ist jetzt für Betroffene wichtig?

Für Pflegebedürftige und Angehörige bleibt entscheidend, welche Unterstützung im Alltag tatsächlich ankommt. Bei den kommenden Vorschlägen wird deshalb genau hinzusehen sein: Entlasten sie Familien? Erleichtern sie den Zugang zu passender Pflege? Und machen sie die Kosten verlässlicher planbar?

Wenn Sie aktuell Unterstützung benötigen, müssen Sie die Reform nicht abwarten. Sprechen Sie uns bei Solitas gerne an. Wir schauen gemeinsam, welche Unterstützung zu Ihrer Situation passt.

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