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Erste Hilfe für Senioren – kleine Maßnahmen, große Wirkung

Unfälle oder plötzliche gesundheitliche Probleme können jederzeit passieren – sei es ein Kreislaufzusammenbruch, ein Herzinfarkt oder ein Sturz im Alltag. Wer in solchen Momenten weiß, wie man richtig reagiert, kann nicht nur Ruhe bewahren, sondern im Ernstfall auch entscheidend helfen.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie bei medizinischen Notfällen und anderen Zwischenfällen besonnen handeln und welche kleinen Maßnahmen oft schon einen großen Unterschied machen. Außerdem geben wir praktische Tipps, wie Sie sich vorbereiten und wo Sie in der Region Erste-Hilfe-Kurse speziell für Senioren besuchen können.

Bei medizinischen Notfällen sofort handeln

Bei bestimmten Symptomen zählt jede Minute. Hier ist schnelles, richtiges Handeln entscheidend:

Diabetischer Notfall (Unter- oder Überzucker)

  • Anzeichen: Schwitzen, Zittern, Benommenheit, starke Müdigkeit, Bewusstseinsstörungen.
  • Sofortmaßnahmen:
    • Unterzucker: Traubenzucker, Saft und/oder süße Getränke geben, Ruhe bewahren.
    • Überzucker: Unterstützung bei der Insulingabe, Flüssigkeit anbieten, ärztliche Hilfe rufen.
    • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage, Notruf 112 wählen. Nicht versuchen, Nahrung einzugeben.

Herzinfarkt

  • Anzeichen: Brustschmerzen, Engegefühl, Kurzatmigkeit, Übelkeit.
  • Sofortmaßnahmen:
    • Ruhe bewahren, betroffene Person setzen oder halbsitzen lassen.
    • Notruf 112 wählen.
    • Enge Kleidung lockern, betroffene Person beruhigen.

Schlaganfall

  • Anzeichen (FAST-Methode): Face: (Hängt ein Mundwinkel?), Arms (Kann die Person beide Arme heben?), Speech (Ist die Sprache undeutlich?), Time (Sofort handeln)
  • Sofortmaßnahmen:
    • Notruf 112 wählen.
    • bei vorhandenem Bewusstsein: Person mit erhöhtem Oberkörper lagern, gelähmte Körperteile umpolstern. Ruhig bleiben und betroffene Person beruhigen.
    • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage auf die gelähmte Körperseite.

Atemnot oder Atemstillstand

  • Anzeichen: Atemnot, evtl. starker Husten, pfeifendes/rasselndes Geräusch beim Atmen, Verfärbung des Gesichts (bläulich), evtl. fehlende Atmung
  •  Sofortmaßnahmen:
    • Notruf 112.
    • betroffene Person möglichst mit erhöhtem Oberkörper lagern
    • einengende Kleidung entfernen, frische Luft zuführen
    • selbst Ruhe bewahren, betroffene Person beruhigen.

Bewusstlosigkeit

  • Anzeichen: keine Reaktion auf Ansprache und Berührung
  •  Sofortmaßnahmen:
    • Notruf 112.
    • Prüfen: Atmung, Puls.
    • Falls normale Atmung vorhanden: stabile Seitenlage
    • keine normale Atmung feststellbar: mit Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen

Nicht lebensbedrohliche Zwischenfälle: ruhig reagieren

Nicht jeder Unfall ist sofort gefährlich, aber schnelle, gezielte Hilfe kann Schmerzen lindern und Komplikationen vermeiden:

Stürze

  • Betroffene Person ruhig halten, Verletzungen prüfen, ggf. Person warm halten.
  • Bei Unsicherheit oder Schmerzen: ärztliche Kontrolle.

Kleine Schnitt- oder Schürfwunden

  • Wunde mit Wasser reinigen, desinfizieren, Pflaster oder Verband anlegen.

Verbrennungen oder Verbrühungen

  • Mit lauwarmem Wasser einige Minuten kühlen, nicht mit Eis oder Salben behandeln.
  • Abdecken, bei größeren Flächen Arzt oder Notruf kontaktieren.

Kreislaufprobleme

  • Beine leicht hochlagern, frische Luft zufächeln, etwas trinken.
  • Bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe holen.

Erste Hilfe im Alltag – Tipps für mehr Sicherheit

Erste Hilfe lernen: Angebote in der Region

Erste Hilfe ist kein Hexenwerk – sie lebt vom Üben. Wer seine Kenntnisse auffrischen möchte, findet dazu verschiedene Angebote in unserer Region. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Wittenberg beispielsweise bietet neben normalen Erste-Hilfe-Kursen auch spezielle Kurse für Seniorinnen und Senioren an. Auch andere Unternehmen und Institutionen führen praxisnahe Kurse durch, angepasst an körperliche Möglichkeiten.

Sicherheit beginnt mit Wissen

Ob Sturz, kleiner Schnitt oder medizinischer Notfall – niemand kann Unfälle ganz vermeiden. Aber wer weiß, wie man richtig reagiert, kann im Ernstfall Ruhe bewahren und entscheidend helfen. Schon kleine Maßnahmen machen einen großen Unterschied – für sich selbst, für Angehörige und für Menschen, die man betreut.

Denn: Je mehr wir wissen, desto sicherer können wir handeln – und desto entspannter wird der Alltag.

Individuelle Unterstützung im Alltag gesucht?

Unser Pflegeteam in Bergwitz steht Ihnen zuverlässig zur Seite – sprechen Sie uns gern an, wenn Sie Unterstützung wünschen.