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Studie: Gesunde Ernährung bremst chronische Erkrankungen im Alter aus

Alt werden ist kein Zufall – unsere Ernährung spielt eine entscheidende Rolle dafür, wie gesund wir im Alter bleiben. Eine aktuelle Langzeitstudie des Karolinska Instituts in Schweden zeigt: Wer sich langfristig ausgewogen ernährt, kann die Entwicklung chronischer Erkrankungen deutlich verlangsamen.

Die Forscher begleiteten über 15 Jahre fast 2.500 ältere Menschen und beobachteten, welche Ernährungsgewohnheiten sich positiv auf Gesundheit und Lebensqualität auswirkten. Das Ergebnis: Nicht einzelne Lebensmittel, sondern das Gesamtmuster der Ernährung entscheidet darüber, wie viele neue Erkrankungen im Alter auftreten.

Gesunde Ernährungsmuster, die sich bewährt haben

Die Langzeitstudie untersuchte verschiedene Diäten und fand drei besonders empfehlenswerte Ernährungsweisen:

1. MIND-Diät – gut für Herz und Gehirn

Die MIND-Diät kombiniert Elemente der Mittelmeer- und DASH-Diät. Ziel ist, das Gehirn zu schützen und altersbedingten Abbauprozessen entgegenzuwirken.

Das steckt drin:

  • Viel grünes Blattgemüse wie Spinat oder Mangold
  • Beeren wie Blaubeeren oder Erdbeeren
  • Vollkornprodukte und Nüsse
  • Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen
  • Fisch und Geflügel statt rotem Fleisch
  • Olivenöl als Hauptfettquelle
  • Wenig Süßigkeiten und stark verarbeitete Lebensmittel

2. AMED – die angepasste Mittelmeer-Diät

Die AMED-Diät orientiert sich an der traditionellen Mittelmeer-Ernährung, ist aber leichter in nordischen Regionen umsetzbar. Sie legt den Fokus auf pflanzenbasierte Lebensmittel und wenig verarbeitetes Fleisch.

Das steckt drin:

  • Viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte
  • Gesunde pflanzliche Öle und Nüsse
  • Gelegentlich moderater Alkoholkonsum, z. B. ein Glas Rotwein
  • Wenig verarbeitetes Fleisch

3. AHEI – Ernährung nach wissenschaftlichen Kriterien

Der Alternative Healthy Eating Index bewertet die Qualität der Ernährung und zeigt auf, welche Lebensmittel das Risiko chronischer Erkrankungen senken.

Das steckt drin:

  • Viel frisches Gemüse und Obst
  • Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte
  • Gesunde Fette, z. B. aus Oliven- oder Rapsöl
  • Wenig rotes Fleisch, Zucker, Salz und Fertigprodukte

Lebensmittel, die besser nicht im Vordergrund stehen sollten

Die Studie zeigte auch deutlich: Eine entzündungsfördernde Ernährung beschleunigt chronische Erkrankungen. Dazu gehören vor allem stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und gesättigte Fette.

Typische Beispiele:

  • Wurstwaren oder verarbeitetes Fleisch
  • Limonade, Energydrinks und stark gesüßte Getränke
  • Weißbrot oder raffinierte Getreideprodukte
  • Wenig Gemüse, Nüsse oder Tee

Langfristig steigert diese Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz.

Was bedeutet das für den Alltag?

Gesunde Ernährung im Alter muss nicht kompliziert sein – kleine, konsequente Veränderungen genügen oft schon:

  • Statt Fertigpizza öfter mal eine bunte Gemüsepfanne oder Linsengerichte kochen
  • Obst und Nüsse als Snacks zwischendurch genießen
  • Gesunde Fette aus Oliven- oder Rapsöl nutzen
  • Regelmäßig Fisch oder Geflügel einplanen, rotes Fleisch reduzieren
  • Fertigprodukte, stark zuckerhaltige Lebensmittel und süße Getränke bewusst einschränken
Besonders Frauen und Menschen über 78 Jahre profitieren laut der Studie von einer langfristig gesunden Ernährung.

Chronische Krankheiten dank Ernährung ausbremsen

Die Langzeitstudie des Karolinska Instituts zeigt deutlich: Gesunde Ernährung kann nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch die Entwicklung chronischer Erkrankungen verlangsamen – besonders im höheren Alter. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Mahlzeit, sondern das gesamte Ernährungsmuster über viele Jahre hinweg.

Wer regelmäßig zu frischem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und gesunden Ölen greift, profitiert langfristig – Herz, Gehirn und Psyche bleiben nachweislich fitter.

Das Fazit der Forschenden fällt klar aus: Gesund alt zu werden ist keine Frage des Zufalls, sondern der Gewohnheiten. Schon kleine Veränderungen im Alltag können den Unterschied machen – und genau damit kann man jederzeit beginnen.

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